Beratung

Wenn die innere Eule die Flügel hängen lässt, kann Beratung eine Hilfe sein:

Beratung im transkulturellen Kontext

Krisen im kulturellen Kontext werden häufig ausgelöst durch versteckte Machtproblematiken und/oder verstärkt durch Missverständnisse aber auch durch Vorbehalte.

Auch und gerade im persönlichen Umfeld wirken sich diese Konflikte belastend aus.

(Unbewusste) Rassismen ziehen Verletzungen nach sich, die geklärt und verarbeitet werden müssen, um nicht zu langwierigen Störungen zu führen.

Dabei können sowohl grundlegende Strukturen als auch Reaktionen von anderen oder die eigene Haltungen Auslöser für Auseinandersetzungen sein.

Auch aktuelle politische Ereignisse und der mediale Diskurs können sich belastend auswirken und Ängste verstärken.

Manchmal sind außer der ratsuchenden Person weitere Menschen (Kinder / Partner*innen / Kolleg*innen / Nachbarn etc.)  betroffen.

Hilfreich ist dann die Stärkung und Erweiterung der persönlichen Ressourcen.

Sich selbst nicht als ohnmächtig zu begreifen, sich evtl. zu vernetzen und gemeinsam zu unterstützen, sind für die eigene Gesunderhaltung und das Gefühl der Selbstbemächtigung wichtige Strategien.

Mögliche Anlässe für eine Beratung können sein:

→ Familiäres Setting (weißes Elternteil - schwarzes Kind / bi-nationale Partnersituation / Patchwork-Familie / Adoption etc.)

→ Erlebte oder auch nur in Zukunft befürchtete rassistische Verletzungen (Schule / Ausbildung / Arbeitsplatz / Krankenhaus / Umwelt / etc.)

→ Konflikte im interkulturellen Miteinander im privaten Kreis oder auch in einer Organisation

→ Trennungssituationen, Verlust und Trauer

Beratung im beruflichen Kontext

Die Arbeit in Bildungsinstitutionen erfordert eine extrem hohe Belastbarkeit.

Die Anforderungen im beruflichen Alltag sind gestiegen - sei es durch die Arbeit in Ganztagseinrichtungen oder auch in Bezug auf die Unterstützung von Eltern und Kindern, die mit unterschiedlichen kulturellen Vorerfahrungen zu uns kommen und/oder mit Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen zu kämpfen haben.

Inklusion und Migration fordern eine intensive Auseinandersetzung mit eigenen Haltungen, die bewusste Strukturierung der eigenen Rahmenbedingungen und die Entwicklung von konkreten Handlungsschritten.

Um professionelle Strukturen anzupassen, braucht es eine kontinuierliche Organisations- und Personalentwicklung.

Ich unterstütze Sie bei der Evaluation Ihrer Ressourcen und bei der Entwicklung der für Ihren Standort geeigneten Maßnahmen.

Dabei beziehe ich mich auf meine langjährige Erfahrung als Schulleitung und Fortbildungsreferentin und biete nach Absprache auch online Teamsitzungen mit Steuergruppen an.

Eine gelingende Organisationsberatung ist immer als Prozess über einen vereinbarten Zeitraum zu sehen. Die Erfahrung zeigt, dass mindestens 6 Monate für eine Umstrukturierung eingeplant werden müssen.

Darüber hinaus unterstütze ich Sie gern bei individuellen Fragen zu Ihrer persönlichen beruflichen Situation.

Anlässe für eine Beratung können hierbei sein:

→ Hinterfragung / Zielklärung der eigenen Laufbahn 

→ Berufliche Konflikte mit Kolleg*innen, Eltern, Kindern

Zwischen Coaching oder psychologischer Beratung und Therapie gibt es ganz wesentliche Unterschiede.

Ein Coach oder eine Berater*in wendet zwar manchmal psychotherapeutische Arbeitsmethoden an - dabei unterscheidet sich die Zielgruppe aber ganz wesentlich von der eines/r Therapeut*in.

Coaches und Berater*innen arbeiten mit Menschen, deren Selbststeuerungsfunktion intakt ist. Sie arbeiten nicht mit Patient*innen, sondern mit Klient*innen, die in jedem Fall voll verantwortlich für sich selbst sind.

Dies wird zu Beginn eines Beratungsprozesses auch schriftlich festgehalten.

In der Therapie geht es hauptsächlich um die Wiederherstellung der psychischen Gesundheit. Die Selbststeuerungsfähigkeit der Patient*innen ist häufig eingeschränkt. Es werden meist schwere psychische Probleme und tiefer gehende emotionale Konflikte behandelt. Die Therapie geht dabei deshalb häufig vergangenheitsbezogen vor. In der Absicht zu heilen ergründet sie die Ursachen der Störung oder Beeinträchtigung. Sie stellt meist die Frage nach dem "Warum"?

Berater*innen oder Coaches arbeiten zukunfts- und lösungsorientiert. Die Frage nach dem "Was (kann ich) tun" ist meist wichtiger als die Frage nach dem "Warum".

Auch wenn in der Praxis die Grenzen zwischen psychischer Gesundheit und Krankheit fließend sind:

Es ist wichtig, als Klient*in die Erwartungen an eine Beratung nicht mit denen an eine Therapie zu verwechseln.

Als Berater*in ist es wichtig, die Kompetenzen als Coach oder Berater*in nicht zu überschreiten und keine falschen Hoffnungen zu wecken.

Bei Erkrankungen sollte ein therapeutischer Rat eingeholt werden. 

©Christiane Lenhard, 2017

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. .